Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie auf der Überholspur -
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- Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie auf der Überholspur

Die Werkzeugmaschinenindustrie in Deutschland verbuchte im Jahr 2016 ein Rekordergebnis. Die Gesamtproduktion belief sich auf insgesamt 15, 2 Milliarden Euro. In diesem Jahr soll das Ergebnis noch einmal um 3 Prozent steigen. Dr. Heinz-Jürgen Prokop ist Vorsitzender des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW). Zur diesjährigen Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main gab sich Prokop ausgesprochen optimistisch. „Wir erwarten für das laufende Jahr einen deutlichen Produktionszuwachs von 3 Prozent“, so seine Vorhersage für 2017.

Diese Vorhersage basiert auf der momentan guten Auslastung in der weltweiten Industrieproduktion sowie der lt. Oxford Economics sich weiterhin positiv entwickelnden Nachfrage für Werkzeugmaschinen. Aktuelle Überhangaufträge aus dem Vorjahr bestätigen diese Prognose. Die Auftragseingänge aus dem Ausland stiegen bis November um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang aus Deutschland stagnierte auf einem hohem Level. Hauptauftraggeber waren 2016 die Automobilindustrie sowie Projekte mit erheblichem Auftragsvolumen.

Rekordjahr 2016

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland Werkzeugmaschinen mit einem Gesamtvolumen von 15,2 Milliarden Euro produziert. Dies bedeutet eine Steigerung von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu Prokop: „Damit erreichte unsere Branche abermals einen Produktionsrekord“. 66 Prozent der Gesamtproduktion wurde 2016 exportiert. Das sind 3 Prozent weniger als im Jahr zuvor und entspricht einem Wert von 9,1 Milliarden Euro. China bleibt trotz geringem Rückgang der wichtigste Exportmarkt für Deutschland. Annähernd ein Fünftel der Produktion wurde nach China verkauft.

In der Werkzeugmaschinenindustrie waren im letzten Jahr durchschnittlich 69 000 Menschen beschäftigt. Mit einer Auslastung der Produktionskapazitäten von 88 Prozent lag die Branche 2016 auf dem Niveau des Vorjahres. Etwas über dem Stand von 2015 lag mit 6,9 Monaten der Auftragsvorlauf.

Exportweltmeister Deutschland

Im weltweiten Vergleich belegen Werkzeugmaschinen aus Deutschland nach wie vor einen Spitzenplatz. Der vorherige Spitzenreiter Japan belegte 2016 nur noch den zweiten Platz hinter Deutschland. Dessen Umsatz im Ausland betrug im Vorjahr 7,6 Milliarden Euro ohne Teile und Zubehör. Der Einbruch auf dem asiatischen Markt verursachte eine rapiden Senkung der Exportumsätze Japans über 20 Prozent auf nur noch 6,3 Milliarden Euro. Vom Wert der Produktionsmenge muss sich Deutschland Japan momentan noch knapp geschlagen geben. Immerhin verlor das Land der aufgehenden Sonne 5 Prozent und liegt mit einem Wert von 11,4 Milliarden Euro nur noch knapp vor Deutschland mit 11,25 Milliarden Euro. Mit 16,5 Milliarden Euro spielt China als Primus momentan noch in einer anderen Liga.



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