Werkezugmaschinen - Produktionsrekord gesichert
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- Produktionsrekord gesichert durch Projektgeschäft

2017 erwartet die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie einen weiteren Produktionszuwachs von rund 3 %. Technologisch und wirtschaftlich sieht sich die Branche fit für die Zukunft.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie hatte einen optimistischen Start ins Jahr 2017. Die sich gut entwickelnde globale Werkzeugmaschinennachfrage, so Oxford Economics – Prognosepartner des VDW, und die internationale Industrieproduktion sind Grundlage dafür. Die Prognose wird durch das dicke Auftragspolster aus dem Vorjahr gestützt. Die Aufträge der deutschen Hersteller, angetrieben durch das Ausland, stiegen bis November um 7%. Auf gutem Vorjahresniveau verharrten die Inlandsbestellungen. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie profitiert besonders vom automobilgetriebenen und großvolumigen Projektgeschäft weltweit.

Die VDW-Prognose setzt auf 2016, dem Rekordjahr, auf. Maschinen im Wert von 15,2 Mrd.
Euro wurden durch die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie produziert. Dies entspricht einer Steigerung von rund 1 %. Die Branche erreichte damit einen erneuten Produktionsrekord. Die Ausfuhren sanken auf 9,1 Mrd. Euro um 3% mit einer Exportquote von 66%. Erklären lässt sich das durch die Nachfragedämpfung in China. Dennoch bleibt es der wichtigste Absatzmarkt deutscher Werkzeugmaschinen. 2016 gingen rund ein Fünftel in das Reich der Mitte. Die deutsche Werkeugmaschinenindustrie beschäftigte 2016 im Durchschnitt 69.000 Mitarbeiter. In Deutschland lag die Kapazitätsauslastung auf Vorjahresniveau bei im Jahresdurchschnitt 88%. Der Auftragswert lag leicht über dem Wert von 2015, mit 6,9 Monaten.

Die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller nehmen auch im internationalen Wettbewerb eine Spitzenposition ein. Laut Prokop hätten die deutschen Hersteller ein Exportergebnis von 7,6 Mrd. Euro, ohne Zubehör und Teile, erzielt. Damit seien sie Exportweltmeister 2016, noch vor Japan. Dieses musste, wegen dem schwachen asiatischen Absatzmarkt, herbe Verluste verkraften, mit 6,3 Mrd Euro – ein Verlust von mehr als einem Fünftel.

Deutschland gehört auch in der Produktion weltweit zur Spitzengruppe. Japan liegt mit 11,4 Mrd. Euro, einem Minus von 5%, knapp vor Deutschland mit 11,25 Mrd. Euro. In der Produktion ist und bleibt China der Spitzenreiter mit 16,5 Mrd. Euro.

Die Herausforderungen 2017 bieten gleichzeitig auch Chancen, zum generieren neuer Wettbewerbsvorteile, vor allem in der digital vernetzten Produktion und den Lösungen für Industrie 4.0. Potentiale finden sich hierzu in der Behebung von Prozessstörungen und in der durchgängigen Automatisierung des ganzen Auftragsdurchlaufs. Mit durchgängig vernetzten Lösungen ist eine Effizienzsteigerung, im zweistelligen Prozentbereich, ohne Bedenken vorstellbar. Die Analyse und Erfassung von Prozess- und Maschinendaten sind dafür Grundvoraussetzung. Nicht harmonisierte Themen der Vernetzung innerhalb der Produktion, wie beispielsweise Datensicherheit, Standardisierung der Schnittstellen, Haftungsfragen, Qualifizierung der Mitarbeiter, oder Datenhoheit, gehören dazu.

Die Elektromobilität ist ebenfalls ein weiteres großes Zukunftsthema der Branche. In letzter Konsequenz sei noch offen, in welchem Umfang die Werkzeugmaschinenindustrie davon betroffen sein wird. Grund hierfür sind ungeklärte drängende Fragen nach der Veränderung des Zerspanvolumens, oder der Höhe des Anteils der reinen Elektrofahrzeuge. Sicher ist auf jeden Fall, dass es einen höheren Anteil an Hybridfahrzeugen, während der langen Übergangszeit, geben wird. Durch die Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor ist der Komplexitätsgrad hoch und dürfte weiterhin hohe Spanvolumina nötig machen.

Auf der Emo werden viele Innovationen und neue Ideen für die Produktion der Zukunft zu sehen sein. Die Weltleitmesse der Branche findet in Hannover unter dem Motto „Connecting systems for intelligent production“ vom 18. bis zum 23. September 2017 statt. Es haben sich bereits, ein 3/4 Jahr vor Messebeginn, 1858 Firmen aus über 40 Ländern angemeldet. Diese belegen nahezu 158.000 m² Nettoausstellungsfläche.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist gut gerüstet für die Zukunft. Um sich für den weltweiten Wettbewerb wasserfest zu machen arbeitet sie intensiv. Die meisten deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stellen sich auf die Herausforderungen ein. Sie sind weltweit vertreten mit Vertrieb, Service und Produktion. Die Auslandsstruktur wird weiter ausgebaut. Die deutschen Hersteller könnten den steigenden globalen Werkzeugmaschinenbedarf decken und davon auch profitieren.



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