Deutsche Regierung möchte China-Einstieg bei Maschinenbauer untersagen

Das Bundeskabinett zieht in Erwägung, einen aus China stammenden Investor den Einstieg bei einem Maschinenbauer in Deutschland zu verbieten. Die Föderalregierung könnte bei einer mittelständischen Maschinenbau-Firma den Einstieg eines Investors aus China untersagen, wie Reuters berichtet. Es würde erstmals einem Investor aus dem Ausland der Erwerb von Anteilen an einer deutschen Firma per Außenwirtschaftsverordnung verboten. Bei der Firma geht es um die aus dem westfälischen Ahlen stammende Leifeld Metal Spinning AG. Sie fertigt Werkzeugmaschinen, zum Beispiel für die Luftfahrt- und Autoindustrie. Diese leistungsfähigen Maschinen können sogar Titanstahl umformen. Aus dem Bundeskabinett hörte man, dass es bei dem Für und Wider des eventuellen Investor-Einstiegs um eine haarige Prüfung ging. Leifeld ist mit einem 40 Millionen Umsatz lediglich ein ziemlich kleiner Mittelständler. Die Produkte des Traditionsunternehmens, das 1891 gegründet wurde, rechnet man jedoch dem technologischen Spitzenbereich zu. Von Marktbeobachtern wird es für möglich gehalten, dass das Bundeskabinett einen Präzedenzfall schaffen will. Seitdem im Jahr 2016 der Roboterbauer Kuka durch eine chinesische Firma übernommen wurde, sieht Berlin bei den chinesischen Investitionen in der Bundesrepublik genauer hin. Zumal ebenso der Verfassungsschutz bei dem Einstieg von chinesischen Unternehmen zur Vorsicht mahnt, da dies möglicherweise zuungunsten des technologischen Vorsprungs geht und außerdem eine Gefährdung von deutschen Sicherheitsinteressen darstellt. Die EU möchte auch künftig die Investitionen von chinesischen Unternehmen im europäischen Raum genauer prüfen. Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident, ließ eine Verordnung abfassen, welche ein einheitliches Prüfen von chinesischen Investitionsvorhaben vorsieht. Derzeit wird über die Details beratschlagt.


WordPress Image Lightbox Plugin